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'So viel Erinnerungen und Fragen sind aufgetaucht'..

MGC

Joseph Carlebach-Institut
DAS JCI-DIGITAL ARCHIV



INHALT

- Wilhelminenhöhe
- Die Hamburger Mazzefabrik
- Die Holsatia-Werke
- Kultur- und Jugendbund
- Ein Tag auf einem Luxury-Liner
- Einstmals jüdische Altona..
- Die Lichtheim - Familie
- Lotte Carlebach-Preuss
- Oberrabbiner Dr. Joseph Carlebach
- Fotoalben


Gedenkfeier für Prof. Dr. Miriam Gillis-Carlebach, 11.11.2021

Mit einer Gedenkfeier würdigt die Universität Hamburg ihre Ehrensenatorin Prof. Dr. Miriam Gillis-Carlebach.. Im Anschluss verleiht die Universität zum neunten Mal den Joseph Carlebach-Preis für herausragende wissenschaftliche Beiträge zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur.
12.12.2021

Lotte Carlebach-Preuss - Die Rabbinerfrau und Mutter

Im Hamburger Dölling und Galitz Verlag erschien 1992 das Buch 'Jedes Kind ist mein einziges: Lotte Carlebach-Preuss - Antlitz einer Mutter und Rabbinerfrau'.
Nach drei deutschen und einer englischen [2014] gut dokumentierten und mit liebevoller Mühe kommentierten Auflagen genießt eine der bekantesten jüdischen Frauen Hamburgs nun weltweit ein hohes Ansehen.

Für Lotte Carlebach-Preuss [16 Dez. 1900 - 26 März 1942] folgte nach ihrer frühen Jugend als ältester Tochter des Berliner Arzt Dr. Julius Preuss eine dramatische Wende. Sie zog nach Lübeck, Altona und Hamburg, wo sie als Rabbinerfrau und Mutter eines kindergesegneten Haus ihrem Manne auch unter schwersten Bedingungen beistand.
Wie konnte man ihre Geschichte lebendig machen? Möge ein kurzer Auszug einen Einblick in die tiefe Sehnsucht, aber auch in die Zweifel der Verfasserin am Erfolg dieser Spurensuche geben.


Aus dem Brief von Miriam Gillis-Carlebach an Julius Hirsch, 21.1.1991:
'..Du fragst auch nach meinen weiteren Plänen - sie sind ziemlich umfangreich. Ich arbeite jetzt an einem Buch über meine Mutter, es ist nicht so einfach, weil ich verhältnismässig wenig Material habe, nicht genug Leute fand, die bereit waren über meine Mutter zu erzählen und doch vieles, auch aus ihrer Jugendzeit, der Zeit der Bieberstrasse (als mein Vater Direktor der TTR-Schule war) und aus den Altonaer Jahren, unbekannt ist.


Ich habe jetzt alle (leider sind es nicht allzuviele) Briefe meiner Mutter in den Komputer getippt und fange an das Buch zu disponieren - einige Aspekte werden wohl eine gewisse Parallele mit meinem Büchlein 'Jüdischer Alltag als humaner Widerstand' haben, und es vielleicht in gewisser Weise ergänzen, andererseits ist es auch grundverschieden und bringt seine speziellen Schwierigkeiten mit sich. Ich hoffe, richtige und vor allen Dingen meine eigenen Lösungen für alles zu finden.'



08-12-2021

Chanuka-Lichter in Hamburg

Aus dem Brief von Miriam Gillis-Carlebach an Oberbürgermeister Ole von Beust, 12.2005:



'Sie feiern diese Tage das bedeutende Weinachtsfest, an dem viel Lichter entzündet werden, ähnlich wie an unserem Chanuka-Fest, mit der aufsteigenden Lichten-Reihe vom ersten bis zum achten Tag.


Mir wurde erzaehlt, das zum dritten Licht in Hamburg, auf dem Carlebach-Platz die Chanuka-Lichter entzuendet werden, mit einem Segenspruch nach alt jüdischem Brauch.



Der Weinachts- und Chanuka-Monat ist seit 1941 auch der Monat der Deportation meiner Familie.. von Hamburg. In der lettischen einsamen-eisigen Kaelte entzuendete Rabbi Carlebach dort Lichter und sang mit den Kindern. Meine Hoffnung ist, dass wenigstens das nicht vergessen werde..'


© carlebach.institute@biu.ac.il