Nachrichten
  Neuzugänge
  Presse
  Themen

AKTUELLE NACHRICHTEN

Deutschland in Israel - Israel in Deutschland: 1948 bis zur Gegenwart.
12. Internationale Joseph Carlebach Konferenz, 5./6. Juli 2021, Hamburg

Wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden neue Bedingungen für Begegnungen zwischen Gemeinwesen geschaffen, deren Menschen durch die für viele Individuen sowie für die kollektive Erinnerung prägende, aber gegensätzliche Holocausterfahrung miteinander verbunden waren. ...Perspektiven auf Begegnungen und Zusammenarbeit, die durch die Existenz eigenständiger politischer Systeme, Rechtsordnungen, wirtschaftlicher Kontexte und kultureller Aktivitäten gerahmt werden, sollen im Verlauf der zwei Tage im Fokus stehen...

   

Unvergessen, aber wie?

'Der Stolperstein erinnert namentlich an das Einzelschicksal eines jeden Menschen: In diesem Haus hat er gewohnt, in Freude gelebt und so viel Leid gelitten.'

Im April 2004 wurden in Hamburg [Hallerstrasse 76] 4 Stolpersteine zum Gedenken an die umgekommenen Rabbiner Dr. Joseph Carlebach, seine Frau Lotte und 'die drei Kleinen' - Ruth, Noemi und Sara verlegt.

'Zwischen Mensch und Stein'. Miriam Gillis-Carlebach.
A.Toepfer Stiftung - Jahrbuch 2004, S.33-36.
4.4.2021

'Die Mauer Jerusalems' - Erez Israel im Brief und Bild

'Die Mauer Jerusalems, welch ein Zauber wohnt diesen Worten inne, welch eine überragende Rolle spielen sie in der Bibel, unseren Gebeten und dem gesamten heiligen Schrifttum..'   Rabb. Dr. Ephraim Carlebach, 1932.

Das JCI-DIGITAL Angebot wird nachgehend durch thematische Präsentationen erweitert. Die folgende Auswahl beleuchtet Text- und Bildobjekte in Bezug auf Erez Israel.

20.12.2020

'So viel Erinnerungen und Fragen sind aufgetaucht'... Zum 120. Jahrestag von Lotte Carlebach-Preuss

Im Hamburger Dölling und Galitz Verlag erschien 1992 das Buch 'Jedes Kind ist mein einziges: Lotte Carlebach-Preuss - Antlitz einer Mutter und Rabbinerfrau'. Nach drei deutschen und einer englischen [2014] gut dokumentierten und mit liebevoller Mühe kommentierten Auflagen genießt eine bis dahin kaum bekannte jüdische Frau nun weltweit ein hohes Ansehen.
Für Lotte Carlebach-Preuss [16 Dez. 1900 - 26 März 1942] folgte nach ihrer frühen Jugend als ältester Tochter des Berliner Arzt Dr. Julius Preuss 1918 eine dramatische Wende. Sie zog nach Lübeck, Altona und Hamburg, wo sie als Rabbinerfrau und Mutter eines kindergesegneten Haus ihrem Manne auch unter schwersten Bedingungen beistand.
Wie konnte man ihre Geschichte lebendig machen? Möge ein kurzer Auszug einen Einblick in die tiefe Sehnsucht, aber auch in die Zweifel der Verfasserin am Erfolg dieser Spurensuche geben:

'..Du fragst auch nach meinen weiteren Plänen - sie sind ziemlich umfangreich. Ich arbeite jetzt an einem Buch über meine Mutter, es ist nicht so einfach, weil ich verhältnismässig wenig Material habe, nicht genug Leute fand, die bereit waren über meine Mutter zu erzählen und doch vieles, auch aus ihrer Jugendzeit, der Zeit der Bieberstrasse (als mein Vater Direktor der TTR-Schule war) und aus den Altonaer Jahren, unbekannt ist.
Ich habe jetzt alle (leider sind es nicht allzuviele) Briefe meiner Mutter in den Komputer getippt und fange an das Buch zu disponieren - einige Aspekte werden wohl eine gewisse Parallele mit meinem Büchlein 'Jüdischer Alltag als humaner Widerstand' haben, und es vielleicht in gewisser Weise ergänzen, andererseits ist es auch grundverschieden und bringt seine speziellen Schwierigkeiten mit sich. Ich hoffe, richtige und vor allen Dingen meine eigenen Lösungen für alles zu finden.'

Miriam Gillis-Carlebach an Uli (Julius) Hirsch, 21. Jan. 1991

10-12-2020

Chanuka-Lichter in Hamburg

'..Sie feiern diese Tage das bedeutende Weinachtsfest, an dem viel Lichter entzündet werden, aehnlich wie an unserem Chanuka-Fest, mit der aufsteigenden Lichten-Reihe vom ersten bis zum achten Tag. Mir wurde erzaehlt, das zum dritten Licht in Hamburg, auf dem Carlebach-Platz die Chanuka-Lichter entzuendet werden, mit einem Segenspruch nach alt jüdischem Brauch.
Der Weinachts- und Chanuka-Monat ist seit 1941 auch der Monat der Deportation meiner Familie.. von Hamburg. In der lettischen einsamen-eisigen Kaelte entzuendete Rabbi Carlebach dort Lichter und sang mit den Kindern. Meine Hoffnung ist, dass wenigstens das nicht vergessen werde..'

Miriam Gillis-Carlebach an den Oberbürgermeister Ole von Beust, 12.2005

30-1-2020

Prof. Miriam Gillis-Carlebach s.A. [1.2.1922 - 28.1.2020]

'With tears in my eyes and everlasting gratitude in my heart I say goodbye to my eternal boss and friend Prof. Miriam Gillis-Carlebach, who passed away this week on the eve of her 98th birthday. For 18 years I had the honor to be her research assistant at The Joseph Carlebach Institute. I will miss her wisdom, her warmth, her true caring, her sense of humor and her wonderful stories from her childhood in Hamburg - stories full of life and wit of a German-Jewish existence..'   Emanuel Cohn, 31.1.2020



© jci-digital.org  [2021]